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Schmerzhaftes Thema: Entscheidung “Trennung” mit Kindern

Normalerweise spreche ich dich in meinem Blog ja immer direkt an. Also “Du und ich” :). Heute wechsel ich aber bewusst in die “wir” Form, denn ich spreche ein Thema an, was Paare angeht und da finde ich das einfach passender. Und bestensfalls lest ihr euch das gemeinsam durch oder sogar vor.

Am liebsten haben wir ja alle “Walt Disney” zu Hause, im Job und in unseren Freundschaften. Ich meine damit die schöne, heile Welt. Und irgendwie ist es ja auch normal, dass wir uns alle Beständigkeit, Vertrauen und ein zu Hause wünschen, auf das wir uns verlassen können. Und ganz besonders als Eltern wünschen wir uns, dass wir ein intaktes Familienleben führen können. Vielmehr sogar noch für unsere Kinder, als für uns selbst. Ob nun gleichgeschlechtliche Liebe oder heterosexuell.

Trotz aller intensiven Bemühungen passiert es aber manchmal, dass man von seinen Idealen abweichen muss. Ich bin unbedingt ein Verfechter davon, dass man – unabhängig davon, ob man gemeinsame Kinder hat oder nicht – die gute Basis einer Beziehung, Ehe oder Partnerschaft niemals kampflos aufgeben sollte. Wir leben in vielerlei Hinsicht leider in einer Wegwerfgesellschaft und müssen aufpassen, dass sich das nicht auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen überträgt. Sonst sitzen wir nämlich irgendwann alle mit 80 einsam auf ner Parkbank, füttern Enten und fragen uns: “Wie konnte es trotz aller Selbstverwirklichung dazu kommen, dass es nur noch die Enten sind, mit denen ich mein Brot teilen kann?!”

Das Ende vom Kampf

Jeder Kampf sollte aber irgendwann einmal sein Ende finden. Dir selbst, deines Partners und vor allem eurer Kinder wegen. Denn egal welches Alter die Kinder in einer solchen Situation auch haben mögen: Sie spüren die Anspannung, die negative Energie, die über euch liegt, wenn ihr aussichtslose Konflikte über eine lange Zeit ungelöst vor euch herschiebt. Aber ihr solltet es auch eurer Würde und eurem Selbstwert schuldig sein. Denn nicht selten überschreitet man leider irgendwann einen Punkt, der immer lauter (im wahrsten Sinne des Wortes) in einen Rosenkriegt übergehen kann.

Mir ist bewusst, dass dieses Thema nicht jeden von euch anspricht. Und das ist auch gut so, denn das bedeutet, dass ihr bestenfalls nicht mit solchen Problemen behaftet seid. Und euer Glück, ein harmonisches Familienleben zu führen, hoffentlich dankbar zu schätzen wisst :). Aber Hand aufs Herz: Jeder von euch kennt vermutlich ein Paar, bei dem es “kriselt”, welches Probleme hat oder sich gerade ernsthaft mit dem Gedanken trägt, sich zu trennen. Und ich muss dafür keine langweiligen Statistiken anführen. Auch wenn ihr selber also nicht betroffen seid, können meine Erfahrungsberichte aber vielleicht dazu führen, dass ihr euren Freunden vielleicht davon erzählen könnt. Denn manchmal hilft es schon zu wissen, dass man damit einfach nicht allein dasteht.

Beziehungsratgeber vs Erfahrungsberichte

Wer meine Blogbeiträge regelmäßig verfolgt – und ich weiß durch Marie und Mounir, dass viele von euch das tun – weiß, dass ich kein Coach bin, keine Hebamme, Tagesmutter oder sonst wie professionell geschult. Ich berichte euch ungeschminkt, ungefiltert von meinen Erfahrungen als Alltags Mama. Ich würde behaupten, dass ich die meiste Zeit sehr intuitiv und selbstsicher im Umgang mit meiner Tochter bin. Wir haben ein schönes Mutter-Kind-Verhältnis, geprägt von einem Urvertrauen, welches sich ganz natürlich anfühlt. Und trotzdem bin ich beizeiten getrieben von Unsicherheiten, Zukunftsängsten und Schlafmangel :). Wie wir alle.

Und manchmal glaube ich, dass diese alltäglichen Erfahrungen und Geschichten von unvollkommenen Müttern genau das ist, mit dem ihr euch am meisten identifizieren könnt. Und von diesen Mama-Geschichten meiner Freundinnen und generell Momentaufnahmen, die ich auf den Spielplätzen oder Parks mit anderen Müttern erlebe, füllen die Themen des Lalizou Blogs. Und von diesen partizipert letztendlich auch ihr. Beziehungsweise sollte für jeden von euch irgendwann etwas dabei sein.

Solltet ihr also tiefergehende Beziehungs- oder Trennungsprobleme haben, rate ich euch selbstverständlich professionelle Hilfe zu suchen. Pro Familia, Beratungsstellen, Paartherapeuten oder Coaches, die sich diese Aufgabe zu ihrem Spezialgebiet gemacht haben, sind mit Sicherheit ein wichtiger Begleiter auf diesem Weg.

Erfahrungsberichte “Trennung ohne Rosenkrieg”

Trennungen sind grundsätzlich etwas Trauriges und sehr geprägt von tiefen Gefühlen. Das macht sie meist so emotional. Gibt es nicht zumindest eine “Partei”, die es schafft, möglichst neutral zu bleiben, wird es schwierig, der Belastung stand zu halten. Ich kann euch sagen, dass meine innere Tapete in den Zeiten meiner eigenen Trennung und der von Freunden, die diese Phase eigenermaßen problemlos überstanden haben, geprägt war mit dem Leitspruch: “Alles was ich tue und ertrage, trage ich für mein Kind.” Denn meiner Meinung nach ist das Allerwichtigste, dass die eigenen Befindlichkeiten zurückgestellt werden, so hart das auch manchmal sein mag.

Ich möchte nochmal kurz an den Anfang zurückkommen. Der Absatz über einen Kampf, vor dem man irgendwann kapitulieren muss. Warum bin ich der Meinung, dass es nicht gut ist, so lange zu warten, bis man sämltiche “Federn gelassen” hat?! Weil es zum einen weder gut ist, für die eigene Seele, noch für die eurer Kinder oder eures Kindes. Denn wie schon erwähnt: Egal wie gut ihr meint, dass ihr es vor ihnen “verbergen” könnt, ihr könnt es nicht. Wenn ihr meinen letzten Blogbeitrag zum Thema “wortlose Kommunikation” gelesen habt, dann wisst ihr, wovon ich spreche. Ab einem gewissen fortgeschrittenen Level ist die Streitkultur nämlich alles andere als niveauvoll.

Wenn ein Paar erstmal an diesem Punkt angelangt ist, dann wird einander angebrüllt, Türen werden geknallt, unter Umständen gehen Dinge zu bruch. Mal ganz abgesehen von tief verletztenden Worten, deren Wunden manchmal so tief sitzen, dass ein normaler Umgang später kaum noch möglich ist. Und soweit sollte es nicht kommen!

Ist ein “normaler” Umgang nach einer Trennung überhaupt möglich?!

Auf jeden Fall. Und nun kommen wir zum schönen Teil dieses Beitrages. Natürlich ist mir bewusst, dass es Umstände in Trennungen gibt, die diese Frage nur mit “Nein” beantworten lassen. Aber das sind Ausnahmen, denn in meinem Umfeld gibt es glücklicherweise sehr viele schöne Beispiele dafür, dass Expartner es geschafft haben, einen respektvollen Umgang mit einander zu pflegen, Probleme der Kinder gemeinsam an einem Strang und mit Rückhalt für die Kinder zu lösen. Als Einheit aufzutreten, wenn auch nicht mehr als sich liebendes Paar, aber als gemeinsame Eltern und bestenfalls auch als gute Freunde.

Was dafür nötig ist?! Man sollte sich natürlich nicht selbst aufgeben. Aber man sollte sich in dieser ganzen Sache einer elementaren Frage stellen: Wie wichtig ist mir mein Ego wirklich? Wie groß ist mein Wille, mich der Verantwortung als Elternteil zu stellen, anstatt verletztem Stolz oder Machtspielchen die Hand zu überlassen? Wenn man sich diese Frage irgendwann, nachdem der größte Trennungsschmerz überwunden ist, stellt und es schafft, sie ehrlich zu beantworten, dann wir man merken, dass es wichtiger ist, dem Kind oder den Kindern eine neue Basis zu schaffen, als die alte zunichte zu machen.

Es ist kein einfacher Weg und auch der Papa meiner Kleinen und ich, mussten erstmal unsere Basis finden. Und nach wie vor ist es, dass wir mit unseren Ecken und Kanten und unseren Triggerpunkten zu kämpfen haben. Aber wir haben es – für unsere Tochter – geschafft, die größte und wichtigste Gemeinsamkeit über alles zu stellen: Die Liebe zu unserem Kind. Und wenn man sich dies immer wieder – und besonders dann, wenn es “bremslich” wird – vor Augen hält, dann weiß man, dann man über sich hinaus wachsen kann.

Wie kann sowas aussehen? Eine gute Basis als Eltern trotz Trennung?

Der Papa meiner Tochter und ich machen gemeinsame Tagesausflüge, wir essen oft gemeinsam oder fahren sogar ein paar Tage als Familie in Urlaub. Getrennte Schlafzimmer natürlich, aber als Zusammenschluß für unsere Tochter. Sie genießt diese Zeiten, in der wir alle zusammen sind so sehr und sagt es uns auch. Allein das ist es schon wert. Und das obwohl sowohl mein Ex, als auch ich, schon neue Partner in unserem Leben hatten und haben. Natürlich gehört eine Menge Selbstbewusstsein und auch Zugeständnis des jeweiligen neuen Partners an unserer Seite dazu, um dieses Konstrukt leben zu lassen. Aber ich für mich habe mir gesagt, dass ein Partner, der damit nicht zurecht kommt, auch nicht der richtige Mensch in meinem Leben ist. Das man Kompromisse machen muss und sollte, steht außer Frage, aber die gute Basis zu dem Vater meiner Tochter ist mir wichtig.

Mir ist bewusst, dass sich das für einige von euch befremdlich anhören mag. Ich weiß aber auch, dass sich viele darin wiederfinden werden. Und wenn sie ehrlich sind, es sich für sich selbst auch so wünschen würden. Und genau deshalb beschäftigen wir uns auch heute mit dem Thema. Damit ihr den Mut habt und seht, dass eine Trennung nicht zwangsläufig bedeutet, dass es etwas Schlechtes oder Schlimmes für das Kind ist. Sondern, dass es auf lange Sicht davon profitiert, dass Papa und Mama sich von gewissen Bürden oder Schwierigkeiten befreit haben, um wieder mehr Energie und Lebensfreude für sich selbst, aber auch natürlich im Umkehrschluß für die Kinder haben.

Und noch eins zum Schluß: Seid stolz auf euch. Sagt einander, dass ihr – unabhängig von euren Befindlichkeiten – seht, dass ihr tolle Eltern seid. Jeder von euch hat im Umgang mit den Kindern bestimmt Vorzüge, die der andere nicht hat und umgekehrt. Es ist schön, wenn eure Kinder beides erfahren und lernen dürfen. Seid stolz darauf, dass ihr gemeinsam etwas ganz, ganz Einzigartiges und Besonderes in diese Welt gebracht hat. Und das wird euch immer verbinden.

Herzliche Grüsse, eure Virginia vom Team Lalizou

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