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Wortlose Kommunikation – wie unsere Babys uns “lesen”, bevor sie uns verstehen

Ich habe einen Fehler gemacht :). Ich habe angefangen, das Thema vor – und frühkindliche Prägung zu recherchieren, um mich - und somit letztendlich dich - kompetent zu diesem Thema informieren zu können. Normalerweise basieren meine Blogbeiträge auf eigenen Erfahrungsberichten, aus Erfahrungsberichten meines direkten und weiteren Umfelds. Denn letztendlich sind es ja die Geschichten aus dem Leben, die uns im Alltag begleiten und die repräsentativ für unser eigenes Leben sein können. Die Geschichten in denen man sich – mal mehr und mal weniger, aber immer ein Stück weit, wiederfindet. Natürlich belese ich mich trotzdem auch zu diesen Themen nochmal, auch immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Aber das heutige Thema ist wirklich knackig. Versteh mich nicht falsch: Es ist wirklich super interessant und bildend. Aber du fängst an und der Berg an Zusammenhängen, Schlußfolgerungen, wissenschaftlichen Ergebnissen, Statistiken und Forschungen wird größer und größer und irgendwann sitzt du vor der 20. Studie zu dem Thema und denkst dir: “Ok,ich geb auf.” :). Trotzdem habe ich mich dieser Herausforderung gestellt, zum einen, weil ich nicht wollte, dass diese Ganze Leserei “wasted time” war. Aber zum anderen auch,weil ich tatsächlich Informationen zusammengetragen habe, die meiner Meinung nach jede Mama und jeden Papa zumindest mal interessieren sollte.

Vorab möchte ich dich darum bitten, mich, nachdem du diesen Beitrag gelesen hast, nicht mit Gegenaussagen an die Wand zu nageln oder mir wissenschaftliche Belege um die Ohren zu hauen, die anderes besagen, als das, was ich als Mama-Quintessenz aus dem ganzen gezogen habe. Denn letztendlich soll dieser Lalizou Blog kein vorgefertigter Allerwelts-Blog sein, sondern die Themen bewusst kritisch, subjektiv und inspirierend übermitteln. Die Themen, die Mounir, Marie und ich für euch auswählen, lassen bewusst Spielraum für eure ganz eigene Interpretation und Auslegung, da wir deine Zeit nicht mit Einheitsbrei vergeuden wollen, sondern euch zum Nachdenken anregen wollen.

Nun aber zurück zum Thema. Diesmal bin ich ganz besonders stolz auf den Titel, den ich für dieses Thema ausgewählt habe: Wortlose Kommunikation. Es klingt vielleicht etwas komisch für dich, aber mein Hund Riva ist mir in Punkto wortlose Kommunikation nach wie vor der allerbeste Mentor! Riva ist kein Telepathie Genie nur weil sie schon zu Tür rennt, wenn ich nur den GEDANKEN habe, dass wir gleich spazieren gehen. Nein, sie ist nur ein verdammt guter Leser meiner Emotionen, Körperhaltung und der feinsten Mimikzüge, die mein Gesicht beim Denken hergibt. Warum? Weil sie sich angepasst hat. Weil mir Menschen leider Gottes grottenschlecht darin sind, die Hundesprache zu verstehen, obwohl es uns theoretisch möglich wäre. Aber da wir Menschen ja wie so oft sehr bequem durch die Welt gehen, dient die Intelligenz der Haustiere als Übersetzungs-”App”. Sie fangen also schon, wenn sie als Welpe oder Katzenbaby zu uns kommen, an uns bis ins kleinste Detail an zu studieren, uns zu lesen. Uns zu begreifen. Um uns natürlich auch ein Stück weit zu manipulieren ;), um zu wissen, wann sie besser auf Abstand gehen und wann es Spaß macht in unserer Nähe zu sein. Oder wann es uns guttut.

Mit ein bisschen sozialer Kompetenz ist nun ja nun eigentlich schon klar, worauf ich hinaus will: Wenn unsere Seele schon für unsere domestizierten Haustiere ein offenes Buch sein kann, wieviel mehr sind wir es dann für unsere Ungeborenen, für unsere Säuglinge und für unsere Kleinkinder? 

Das “Studium” beginnt schon im Bauch

Niemand von uns stellt infrage, das die Entwicklungsschritte eines Fötus bis zu den ersten Schritten eines Babys, offensichtlich und immens sind. Aber die Vorstellung, dass sie in genauso großen Schritten Emotionen und soziale Kompetenzen lernen, werden von vielen gern in die Esoterik Schublade gepackt oder zumindest aber als zu vernachlässigen abgetan. Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass diese Lernvorgänge und Wahrnehmungen durch und durch abstrakt sind. Aber sie wachsen mit dem Gehirn unserer Babys und bilden ihre Synapsen.

Maßgeblich für die vorkindliche Frühprägung ist das limbische System. Google das Thema mal spaßeshalber, du wirst schnell sehen, was ich meine, wenn man mit einer gewissen Informationsüberforderung konfrontiert wird, wenn du nicht gerade Neurologe, Wissenschaftler, Arzt oder generell über Fachwissen in diesem Bereich verfügst. An dieser Stelle gilt mein Respekt den Leuten, die sich damit beschäftigen und auskennen. Und allein schon die Terminologie verstehen ;). Es ist aber ein super spannendes Thema und wenn dich mein heutiger Beitrag neugierig macht, dann fordere dich unbedingt auf, dich damit näher zu beschäftigen und deinen Horizont dahingehend zu erweitern.

“Limbisches.... Was?!”

Das “limbische System” wir auch Säugerhirn bezeichnet, weil es nachweisbar bei allen Säugetieren vorhanden ist. Es ist hauptsächlich dafür verantwortlich, unsere Emotionen zu speichern und zu prägen. Emotionen wie Liebe, Wut, Hass, Lust, Situationsgelassenheit, ja sogar bis zum Appetit. Wichtig ist hier hervorzuheb en, dass die Veranlagungen, sozusagen der Grundstein für das limbische System laut einiger Forscher bereits während der Schwangerschaft gelegt werden.

Der Fötus ist mit der Mutter verbunden. Nicht erst, wenn alle Körperteile voll ausgeprägt sind und der Fötus durch den Bauch Geräusche von außen wahrnehmen kann, nimmt er die Emotionen seiner Mutter auf und verarbeitet diese. Sondern auch schon als Embryo. Die Bedeutung der Emotionen, mit denen eine Mutter während ihrer Schwangerschaft fremd- oder eigenbestimmt konfrontiert wird, nimmt also mit wachsenden Fötus bis hin zum Kleinkindalter zu. Denn wenn man den Forschungsergebnissen Glauben schenken darf, dann ist dieser Emotionen-Speicher - wie ich ihn der einfachheitshalber jetzt mal nenne - den unser Kind im Gehirn aufgrund äußerer Einflüsse anlegt, massiv dafür verantwortlich, wie wir als Erwachsene agieren und interagieren.

Sei gelassen und glücklich in der Schwangerschaft

Man muss kein promovierter Gehirnforscher sein, um zu erkennen, wie wichtig es ist, bereits in der Schwangerschaft gelassen, positiv und glücklich zu sein. Für dich ist jetzt bestimmt schon klar, in welche Richtung das Ende dieses Blogbeitrages nun steuert: Richtig! Unser Lalizou Credo: “Entspannte Eltern = entspanntes Baby” trifft hier mehr zu, denn je. Natürlich sind gewisse Veranlagungen genetisch bedingt, aber eben nicht dominant. Man muss kein promovierter Gehirnforscher sein, um zu erkennen, wie wichtig es ist, bereits in der Schwangerschaft gelassen, positiv und glücklich zu sein. Ich hatte zum Beispiel eine sehr glückliche Schwangerschaft. Auch der Papa meiner Tochter hat viel dazu beigetragen und dafür gesorgt, dass wir eine tolle Zeit hatten.

Sobald unsere Babys auf der Welt sind, “studieren” sie uns, lernen von uns: Sie verinnerlichen unseren Geruch, sie suchen Sicherheit und Zuflucht. Sie verstehen unsere Worte nicht, aber fühlen sehr wohl ganz genau, wie wir in gewissen Situationen reagieren. Sie nehmen zum Beispiel Freude, Stress, Lust und Bewunderung in unserer Stimme, in unserer Körperhaltung, ja sogar später in unserer Mimik wahr. Wir “reden” also permanent mit unseren Babys, bevor sie überhaupt auch nur ein Wort von dem verstehen, was wir sagen. All das dient ihrer Lebenserhaltung. Besonders in dieser Zeit sollten wir also sehr bedacht interagieren, wenn es um Emotionen geht.

Folter durch chronischen Schlafmagel

Niemand wie frisch gewordene Eltern wissen besser, was für eine Folter chronischer Schlafmangel sein kann. Anspruchsvoll wird meiner Erfahrung nach, es diese “Anforderungen” in den ersten Lebensmonaten bis hin zum 2. Lebensjahr zu erfüllen, dass diese Zeit – besonders für Erstgebärende – eine harte Zeit sein kann. Niemand wie frisch gewordene Eltern wissen besser, was für eine Folter chronischer Schlafmangel sein kann. Da ist leicht davon reden, in Stresssituationen nicht gereizt und überempfindlich zu reagieren. Dazu kommt die komplette Umstellung des Alltags und das Akzeptieren, dass man sich von einigen alten Gewohnheiten für die nächsten Jahre erstmal verabschieden muss.

Besonders schwierig wird es, wenn man ein Schreibaby hat. Ich kann in etwa nachfühlen, wie hart das sein muss. Unsere Tochter war zwar kein “klassisches” Schreibaby, aber meine Hebamme meinte, dass es teilweise schon starke Tendenzen in die Richtung hatte. Nach drei Monaten war diese “Phase” glücklicherweise vorbei. Aber ich habe mir die ersten drei Monate etwas romantischer vorgestellt, als permanent ein schreiendes Baby um mich zu haben, sobald es meine Körpernähe verlässt. Das war nervenaufreibend und anspruchsvoll.

Trotzdem hat mein Mädchen weder von mir, noch von ihrem Papa jeh ein grobes Wort erfahren, geschweige denn körperliche Distanz. Im Gegenteil: Wir hatten das Gefühl, dass sie durch die Strapazen der Frühgeburt einiges “nachzuarbeiten” hatte und uns war klar, dass wir ihr daher besonders viel Vertrauen, Liebe und Halt entgegenbringen mussten und wollten. Natürlich bin ich auch keine Wundermaschine. Ich kam auch an meine Grenzen. Aber da war es toll, dass ich mich auf meinen Partner verlassen konnte, der sie nötigenfalls geduldig stundenlang singend im “Fliegergriff” durch das Haus getragen hat.

Wir können die Gegenwart beeinflussen

Und somit auch ein Stück weit die Zukunft unseres Kindes. Was ich sagen möchte: Ich habe bestimmt Fehler gemacht. Ich mache sie immer noch und werde auch zukünftig keine perfekte Mutter sein. So geht es dir vielleicht auch. Und weißt du was? Diesen Anspruch habe ich auch überhaupt nicht. Warum sollte ich mich dem Druck aussetzten, perfekt sein zu müssen?! Nein, ich bin froh und dankbar rückblickend sagen zu können, dass der Papa meiner Kleinen und ich in ihren ersten drei Lebensjahren das Beste gegeben haben, was wir haben: Unsere bedingungslose Liebe und das in jeder Minute. Unsere Tochter weiß nicht, wie es sich anfühlt, grob geschüttelt, angeschrien oder sogar allein gelassen zu werden. Und ja, das geht auch, ohne sich dabei auf der Nase rumspringen zu lassen ;). Denn unserer Meinung nach gehören auch Struktur und klar abgesteckte Grenzen in einen liebevollen Umgang. Oder sind vielleicht sogar auch Grundvoraussetzungen dafür.

Ich bin so gespannt, zu welchem Menschen sich unsere (fast immer) gut gelaunte, lebensfrohe und mutige Kleine mal entwickeln wird.

Wir können dich nur auffordern, solltest du gerade schwanger sein oder frisch gebackene Mama oder Papa, alles dafür zu geben, den Grundstein dieses emotionalen Speichers deines Babys so gewissenhaft wie möglich zu legen, denn wie schon Doris Day sagte: “...the future is not ours to see”, aber wir können wie Gegenwart beeinflussen. Und somit zumindest ein Stück weit auch die Zukunft unseres Kindes.

Herzliche Grüsse, eure Virginia vom Team Lalizou

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