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Wochenbettdepression, Baby Blues - was steckt eigentlich genau dahinter?

Ich weiß, dass ich eine treue Leserschaft habe. Aber ich weiß auch, dass immer neue dazu kommen. Und das ist schön. So wie du vielleicht heute das erste Mal meinen Blog Artikel liest. Ich kann euch alle nur herzlich willkommen heißen und freue mich, dass du hier bist. Da ich heute ein Thema behandeln werde, was super sensibel ist, möchte ich dich als vielleicht neuen Leser*in darauf hinweisen, dass meine Blogbeiträge alle auf persönlichen Erfahrungen, Live-Erlebnisberichten von Freundinnen oder Bekannten oder auf eigener Recherche basieren. Ich bin Mutter, Social Media Mangerin, Bloggerin, Kommunikationsdesignerin und Teil der Lalizou Familie und habe einiges an Lebenserfahrung auf dem Buckel. Ich bringe meine persönliche Note in die Beiträge und „rede“ zu dir von Frau zu Frau, von Mutter zu Mutter auf Augenhöhe. Ich bin aber keine Hebamme, Ärztin oder Psychologin. Wenn du also das Gefühl hast, du könntest unter einer Wochenbettdepression leiden, dann ist es wichtig, dich nicht allein auf den Inhalt dieses Artikels zu verlassen, sondern dir dringend fachlichen Rat einzuholen.

Definition „Baby Blues“ und Wochenbettdepression

Nun aber zum eigentlichen Thema und direkt zur Definition, bzw. zur Unterscheidung zwischen den „Baby Blues“ und einer Wochenbettdepression. Der Baby Blues wird zum Teil auch als „Heultage“ bezeichnet. Eigentlich ist es gar nicht mehr nötig, die „Symptome“ von Heultagen zu beschreiben. Aber ich tu es trotzdem: Es kann sein, dass du ca. 5-10 Tage nach der Geburt vermeintlich völlig ohne Grund anfängst, Rotz und Wasser zu heulen. Natürlich nicht permanent und ständig. Aber unvermittelt, aus der Situation heraus. Und das vielleicht mehrmals am Tag oder mehrmals in der Woche. Hinzu gesellen sich noch Stimmungsschwankungen, dauerhafte Erschöpfung und allgemeines Unwohlsein. Dabei bleibt es aber in der Regel und oft schleichen diese Begleiterscheinungen sich innerhalb von wenigen Wochen aus. Und danach bist du wieder das strahlende Leben.
Die Wochenbettdepression kommt da schon ein bisschen hartnäckiger daher. Sie erwischt die frisch gebackenen Mütter oft ziemlich heftig. Der Unterschied zum „Baby Blues“ ist der, dass die Symptome gleich, aber viel stärker ausgeprägt sind. Und oft bis zu 12 Monate nach der Geburt, in seltenen Fällen auch länger, anhalten können.

Was passiert eigentlich beim Baby Blues oder einer Wochenbettdepression?

Wenn du diesen Artikel liest, dann könnte es sein, dass du ihn deshalb liest, weil du bei dir selbst Veränderungen nach der Geburt gespürt hast und einfach gern hören, bzw. lesen möchtest, wie andere sich fühlen oder ob du dir Sorgen machen musst. Ich kann dir schonmal sagen, dass laut Statistiken fast 50 % aller Mütter von dem einen oder anderen betroffen sind. Natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen. Aber es soll dir sagen: You are not alone! Vielen Frauen geht es so wie dir!

Aber ab wann sind die Symptome pathologisch, chronisch oder beides und müssen daher ärztlich behandelt werden? Im Grunde kannst du dir die Frage selbst beantworten, indem du dich fragst, ab welchem Moment du zum Arzt gehst, wenn du z. B. eine schwere Grippe oder andere Erkrankung bei dir spürst? Also bei mir ist das der Fall, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, für mich allein zu sorgen, bewegungsunfähig bin oder die Symptome nach einer gewissen Zeit nicht nachlassen, mich aber stark in meinem Alltag einschränken.

Wenn du ein Baby bekommen hast, schüttet dein Körper nach der Geburt eine Menge Hormone aus. Die haben verschiedenste Aufgaben: Ausbalancieren der Schlaflosigkeit, Bindung zu deinem Säugling, Entzündungshemmung für die Wunden nach der Geburt und die Produktion von kontinuierlicher Milchproduktion. Um nur ein paar zu nennen.

Die Hormone können aber auch mal durcheinander tanzen, dich um wirbeln und somit deinen ganzen Hormonhaushalt durcheinander bringen. Das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel, funktioniert eben nicht mehr ganz so gut und das führt dazu, dass du weniger belastbar bist, gereizter, empfindsamer. Ein weiterer Grund kann die physische Belastung sein: Egal wie gut deine Hormone auch helfen: Schlafmangel durch die ständig unterbrochenen Nächte mit einem Neugeborenen bringen jede Mama irgendwann mal an ihre Grenzen.

Es kann auch sein, dass genetische Gründe einen Baby Blues oder eine Wochenbettdepression begünstigen. Oder auch der Umstand, dass dein Leben sich von jetzt auf gleich komplett geändert hat. Viele Paare müssen auch erstmal damit klarkommen, dass die gewohnte Zweisamkeit, die Unabhängigkeit und das „leichte“ Leben in den Tag hinein, jetzt so erstmal in der Form nicht mehr möglich sind. Dass du womöglich nicht mehr arbeiten gehst und deinen sonst gewohnten Alltag und die Leute um dich herum nicht mehr hast. Dass der Tag mit dem Versorgen des neuen Familienmitglieds geprägt ist und sich zumindest erstmal für eine gewisse alles um euer neues, kleines Glück dreht.

Wie kann ich den Baby Blues und die Wochenbettdepression unterscheiden?

Es ist also völlig normal, dass du nach der Geburt vielleicht etwas durcheinander bist und nicht die ganze Zeit mit einem glücklichen Lächeln durch die Gegend läufst. Es kommt viel auf einmal und das muss man auch erstmal sacken lassen. Solltest du also hin und wieder einfach niedergeschlagen, traurig oder durcheinander sein, dann lass dich von deinem Partner in den Arm nehmen und trösten oder von deiner besten Freundin auf einen Kaffee einladen oder dich von deiner eigenen Mama mit deinem Lieblingsessen bekochen. Das hilft meistens schon ungemein.

Du schaffst es nicht, regelmäßig zu stillen? Du vergisst selbst zu essen oder hast sogar überhaupt keinen Appetit? Es fällt dir schwer, dein Baby zu pflegen, es regelmäßig zu wickeln, zu waschen oder mit ihm oder ihr zu kuscheln und ihm Liebe und Zuneigung zu zeigen? Sollte es also so sein, dass du dich über eine gewisse Zeit hinweg außer Stande siehst, ausdauernd für dich und dein Baby zu sorgen, eure Grundbedürfnisse nach Nahrung, Pflege und Hingabe und Liebe zu stillen, dann ist es dringend an der Zeit mit einem Profi zu sprechen. Das kann deine Gynäkologin, deine Hebamme, dein Hausarzt oder ein Therapeut sein. Diese Fachleute werden dir die richtigen Fragen stellen und beurteilen können, wie genau dir und auch deinem Baby geholfen werden kann.

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der unter die Überschrift „Wochenbettdepression“ fällt: Nämlich, wenn man seinem Kind keine Liebe schenken kann. Dies ist ein Thema, welches leider oft als „Tabuthema“ abgehandelt wird, weshalb sich frisch gebackene Mamas einfach nicht trauen, mit jemandem über diese starken und heftigen Gefühle zu sprechen. Solltest du bei dir solche Züge erkennen, dann möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass du nicht „falsch“ oder „schlimm“ bist. Sondern unter einer Krankheit leidest, für die du nichts kannst. Das Gute ist, dass dir da sehr gut geholfen werden kann und sich diese Krankheit auch heilen lässt. Am besten informierst du dich da bei entsprechenden Fachstellen. ProFamilia, Frauenhäuser und andere vergleichbare Stellen arbeiten absolut diskret und vertraulich und können dich dort super beraten und dir vor allem kompetent helfen!

Was kann dein Umfeld tun, um dir zu helfen?

Damit deine Mutter dir dein Lieblingsessen kochen kann, dein Partner dir eine liebevolle Umarmung geben kann und deine beste Freundin dich mit einem Kaffee aufheitern kann, benötigst du eins: Transparenz. Ehrlichkeit. Und Vertrauen. Es hilft niemanden, wenn du versuchst in deinem Umfeld „die Starke“ zu spielen, die alles im Griff hat und von jetzt auf gleich zur „Supermom“ eskaliert ist. Wenn deine engsten Vertrauten das Gefühl haben, dir geht es durch die Bank weg immer gut und du bist glücklich und zufrieden, dann kann dir auch keiner helfen und dich unterstützen.

In meinen Augen ist also das Wichtigste, dass du ehrlich bist. In erster Linie mit dir selbst. Es ist völlig ok, wenn du nicht auf Anhieb mit der neuen Situation klar kommst. Wenn du Schwierigkeiten hast, dich in deiner Mutterrolle wieder zu finden. Wenn du oft auch mal traurig, genervt oder einfach total übermüdet bist. Es geht ganz, ganz, ganz vielen Frauen so. Die meisten haben einfach nicht die Eier in der Hose, das auch zuzugeben. Natürlich gibt es auch die Frauen, die für die Rolle als Mutter quasi geboren sind. Naturtalente, Frauen, die ihre Mutterschaft wuppen, ihre Rolle jeden Tag lieben und ausleben. Und auch das ist völlig ok und schön zu sehen! Ich beneide diese Frauen, weil ich es nicht immer geschafft habe, so zu fühlen oder zu denken. Und auch heute, nachdem meine Tochter schon fast 5 ist, hadere ich mit mir. Mit meiner Rolle als Mutter. Mit meinen Entscheidungen, meinem Tagesablauf. Mit der Balance zwischen Selbstverwirklichung, Ego und dem Muttersein.

Aber weißt du was: In solchen Momenten sage ich mir immer eins: ICH GEBE MEIN BESTES FÜR MEIN KIND. JEDEN TAG. Und an manchen Tagen ist mein Bestes weniger, als anderen Tagen. Aber es sind immer meine 100%. Und diese Gewissheit, dass ich immer das Beste gebe. Für mich UND mein Kind und das einer von uns immer mal zurückstecken muss, damit es dem anderen dauerhaft gut geht, dass gehört zum Leben dazu.

Du bist keine schlechtere Mutter, nur weil deine Hormone dich überrennen, weil dein Leben dich überrennt oder deine Umstände dich dazu bringen, dass du eine Wochenbettdepression bekommst. Du wärst nur dann eine schlechte Mutter, wenn du diese Gefühle ignorierst und nichts dagegen tust und dein Baby, welches dir schutzlos ausgeliefert ist, vielleicht darunter leidet. Aber wenn du dich deinen Gefühlen stellst und akzeptierst, dass du eben so bist, wie du bist und dein Bestes gibst, mit fachlicher Hilfe, dann bist du die beste Mama, die dein Kind bekommen konnte.

Ich möchte dir Mut machen. Zum einen, dich nicht im Vorfeld verrückt zu machen, ob du einen Baby Blues, eine Wochenbettdepression bekommst oder nicht. Ob du das alles schaffst oder nicht. Denn wie wir Rheinländer so sagen: „Es kütt wie et kütt“ und „et hätt noch immer jut jejange“. Soll heißen: Es kommt wie es kommt und es ist meistens immer gut gegangen. Wir sind letztendlich alle groß geworden und wir haben es unseren Eltern bestimmt auch nicht immer leicht gemacht.

Das Schöne ist aber, dass wir ein einer Gesellschaft leben, in der wir sein dürfen, wie wir wollen und was wir wollen. Und in der einem geholfen wird, wenn man nicht mehr weiter kommt. Und das sollte dich wappnen für alles was kommen KÖNNTE und dir Mut machen, die richtigen Gespräche zu führen, wenn du merkst, dann es nicht so läuft, wie es sollte.

Ich wünsche dir Kraft und Mut für diesen Weg!

Deine Virginia von Lalizou

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Thomas
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