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Wochenbett – was steckt eigentlich dahinter?

Ist es zwingend notwendig, das Wochenbett?

Nomen est Omen: Denn das Wort selbst beschreibt die eigentliche Aufgabe des Wortes selbst. Wochen + Bett. Es geht also wortwörtlich, aber auch physisch gesehen um die ersten Wochen nach der Geburt im Bett. In einigen Kulturen gibt es bestimmt andere Ausdrücke dafür. Andere Kulturen – andere Sitten: Denn in wenigen Regionen der Erde gelten Frauen noch heute in dieser Zeit als „unrein“. Früher war das eine fast allgemeine Auffassung. Es gibt aber auch Frauen, die sich nach der Geburt aus freiem Willen spirituell reinigen wollen.

Das nun als kleiner Ausflug in die Definition und gesellschaftliche Auffassung. In Deutschland ist dieser Begriff ein feststehender und auch gesellschaftlich kaum umstritten. Aber interessant wäre doch zu wissen: Welche Frau „lebt“ das Wochenbett eigentlich so richtig aus und warum wäre es gut, sich damit einmal genauer beschäftigen und es nicht als „verstaubte Überlieferung“ abzutun?

Warum ist es eigentlich durchaus interessant, sich mit dem Thema „Wochenbett“ einmal näher zu beschäftigen?

Aus rein medizinischer Sicht, dient das Wochenbett der Rückbildung der Gebärmutter, des Heilungsprozesses und der „Inbetriebnahme“ des Milchproduzentenprozesses ;). Die ersten 6-8 Wochen nach der Geburt sollten also dafür da sein, dass die Mutter sich mit ihrem Neugeborenen möglichst schont und ausruht. Eben im Bett bleibt und sich verwöhnen und umsorgen lässt. Aber es steckt auch psychologisch einiges dahinter. So sehr man sich auch auf die Geburt seines Babys gefreut hat: Wenn es das Erste Kind ist, dann unterschätzen viele Mütter und auch Väter die Veränderungen, die ein Säugling mit sich bringt.

Und genau darum geht es im Wochenbett auch: Um den inneren Prozess, den neuen Menschen in unserem Leben, der uns von nun an fast auf Schritt und Tritt begleiten wird, kennenzulernen. Wie es riecht, schmeckt und sich anfühlt. Zu akzeptieren, dass man ab sofort nicht mehr so richtig allein ist und das nicht als Einschränkung, sondern als Mehrwert im Leben anzusehen. Das alles ist ein Prozess des Annehmens und Loslassens.

Geht es dabei eigentlich nur um die Mutter oder den Vater?

Nein. Natürlich bist du als Mama oder du als Vater weitestgehend von den Veränderungen betroffen. Aber auch dein Säugling muss sich erst in diesen ersten Wochen erst an seine „neue Welt“ gewöhnen! Neun Monate lang fühlte sich das Leben im Bauch von Mama warm wie in einer Badewanne an. Geräusche waren natürlich da und auch vertraut. Aber für dein Baby hört sich auf einmal alles so an, als würde man dir während einem lauten Konzert die Ohrstöpsel aus dem Ohr fallen: Die Musik ist die Gleiche, nur die Wirkung hat sich komplett verändert. Dein Baby braucht die ersten Wochen also auch, um sich anzupassen, zu gewöhnen und alles von seiner Mama und seinem Papa in sich aufzusaugen, um euch besser kennenzulernen.

Aber in diesem ganzen Gefüge gibt es auch noch die „Nebendarsteller“. Deine Eltern, deine Schwiegereltern. Deine beste Freundin oder deinen Bruder. Die Nachbarn. Die Nachbarn fragst d dich jetzt? Ja: Denn wenn du nicht gerade im Genuss eines freistehenden Einfamilienhauses bist, dann werden auch deine Nachbarn die ein oder andere Veränderung der nächtlichen Stille wahrnehmen können ?. Aber auch die anderen anfangs erwähnten Familienmitglieder oder Freunde müssen sich vermutlich erstmal daran gewöhnen, dass du jetzt nicht mehr nur für dich allein entscheiden kannst, sondern den monatlichen Mädelsabend jetzt nur noch in Absprache mit deinem Partner und einem ausreichenden Vorrat an abgepumpter Milch, zusagen kannst.

Und auch für die jeweiligen Großeltern ist es – wenn es das erste Enkelkind sein sollte – eine Umstellung und vielleicht auch hier und da Unsicherheit: Was darf ich alles, was möchten die Eltern und was nicht?

Was gibt es also für alle Beteiligten zu beachten?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es gar nicht so einfach ist, sich die besagte Ruhe als Mutter zu gönnen. In meinem Fall wollte ich mir selbst beweisen, dass ich doch ganz normal im Alltag weitermachen kann, wie zuvor. Mein Körper hat mich aber dann ziemlich schnell in die Knie gezwungen. Jetzt, im Nachgang, kann ich jeder werdenden Mutter nur empfehlen, sich diese Auszeit, in der das Baby viel schläft, wirklich zu nehmen und zu genießen. Diese 6-8 Wochen gehen nämlich wahnsinnig schnell rum und danach wärst du froh, du würdest mal ein paar Stunden am Stück gemütlich mit deinem Baby kuscheln und schlafen können.

Und allen anderen Beteiligten kann ich nur raten, die frisch gebackene Mutter zu schonen und ihr den Raum zu geben, sich auf das Neue einzustellen. Rücksicht zu nehmen, Verständnis zu haben und die Fenster zu putzen, einzukaufen oder mit dem Hund spazieren zu gehen?  Wenn es denn nötig ist und gewünscht sein sollte. Wenn ihr mit guten Ratschlägen nicht weiterkommt, könnt ihr ihr auch gern diesen Blogbeitrag unter die Nase halten.

Mein Appell an alle frisch gewordenen Mamas, egal ob erstes, zweites oder drittes Kind: Nehmt euch diese Zeit für euch. Ihr habt es euch in allen Belangen verdient. Denn die Strapazen einer Schwangerschaft und schlussendlich einer Geburt, kann der Papa ruhig mal in 6-8 Wochen Elternzeit wieder gut machen. Immerhin stecken in eurem Baby ja 50% von beiden.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Zeit.

Eure Virginia vom Lalizou Mama-Blog

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