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Abstillen: Die ersten Schritte eines Babys in die Unabhängigkeit

Wie ist sanftes Abstillen möglich?

Unsere Welt dreht sich so schnell, dass die Titel der Magazine nicht umsonst voll sind von “Entschleunigung”, “Meditationstechniken”, “Der Weg zur inneren Mitte” und so weiter. Und wenig verwunderlich ist es da, dass auch die Zeit, in der ein Baby tatsächlich und wortwörtlich ein “Säugling” ist, schneller vorbei ist, als es mancher Mama lieb ist. Ist doch das “Abnabeln” von der Brust und das selbstständige Aufnehmen von Nahrung, der erste kleine Schritt in Richtung Unabhängigkeit.
Die Entscheidung, wie lange man stillen sollte, muss jede Frau für sich allein treffen. Ich möchte es mir auch nicht anmaßen, bei diesem sensiblen und intimen Thema zwischen Baby und Mutter einen Ratschlag geben zu wollen. Bei meiner Tochter und mir war es so, dass wir uns beide zeitgleich “einig” waren, dass die Zeit des Stillens vorbei ist und wir uns dem nächsten Entwicklungsschritt stellen sollten.

Wie ich gespürt habe, dass es Zeit ist, Abzustillen

Ich habe meine Tochter 1 ½ Jahre gestillt. Nach ca. einem Jahr fing sie von ganz allein an, ein Bewusstsein und Interesse für Lebensmittel zu entwickeln. Da sie bei jeder Mahlzeit, die wir eingenommen haben, in ihrer Babyschale mit uns am Tisch saß, ist sie ganz natürlich mit der Nahrungsaufnahme in Berührung gekommen und hat uns natürlich auch dabei beobachtet. Mit dem Moment, in dem sie aktiv am Miteinander am Tisch teilnehmen konnte, indem sie bewusst und gezielt nach Dingen greifen konnte, hat sie sich auch spielerisch mit Lebensmitteln beschäftigt. Ich muss nicht extra erwähnen, dass wir sehr wohl ein Auge darauf hatten, WELCHE Art von Lebensmitteln das waren, um das Verschlucken oder Erstickungsgefahren auszuschließen.

Dem Trieb folgend, Dinge mit dem Mund zu erkunden und kennenzulernen, fing also alles mit dem Lutschen an einem Stück Gurke an. Oder dem Draufrumkauen auf einem weichen Stück Brot. Anfangs war das Interesse daran nicht größer, als an einem Löffel, der auf dem Tisch lag. Aber das änderte sich dann doch recht schnell. Wie bei fast allem, habe ich meiner Tochter den Raum gegeben, sich selbst in ihrem eigenen, ganz individuellem Tempo, die Welt entdecken zu lassen. Und das war auch bei dem Thema “Essen” der richtige Weg.

Überangebot an Möglichkeiten: Brei, Beikostpläne, Baby-led Weaning

Die richtige Ernährung deines Babys ist mittlerweile ein durchaus sozialkritisches Thema geworden. Leider. Du wirst als Mutter oder Vater ganz schnell mit einem Schubladendenken konfrontiert, wenn du dich nicht für die vermeintliche non-plus-ultra-Ernährung deines Babys entscheidest. Da kommt in mir zwangsläufig fast sogar sowas wie Neid auf, in Bezug auf die Generationen vor uns. Die hatten nämlich nicht die Qual der Wahl. Die haben ihrem Baby das gegeben, was gerade da war. Und waren teilweise froh, wenn überhaupt alle satt geworden sind. Wir haben also in unserer Wohlstandgesellschaft in Deutschland an dieser Stelle wirklich ein Luxusproblem.

Und genau aus dem Grund habe ich mich dieses Thema betreffend von meinem Mutterinstinkt leiten lassen. Ich habe frische Lebensmittel verarbeitet und geschaut, was meine Tochter mag und was nicht. Ich habe Rücksicht auf ihre Vorlieben genommen, was die Konsistenz und Zusammenstellung der einzelnen Bestandteile anging und so haben wir gemeinsam unseren ganz eigenen “Beikostplan” entwickelt, den es garantiert nirgendwo im Netz zu finden gibt. Aber es ist auch kein Baby so wie das andere und daher gibt es auch keine Idealvorgaben.

Informieren und Ratschläge einholen ist sinnvoll

Gehörst du aber zu den Müttern, die etwas verunsichert sind, weil sie sich von zu vielen Seiten mit zu vielen verschiedenen Meinungen und (mit Sicherheit auch) gut gemeinten Ratschlägen konfrontiert sehen, dann ist es auf jeden Fall gut und wichtig, sich zu informieren und auch von den Erfahrungsberichten anderer Mütter oder auch Experten zu profitieren. Du wirst sehen, dass dich gewisse Meinungen abschrecken und andere wiederum ansprechen und sich gut für dich anfühlen. Auf letztere solltest du dich dann konzentrieren und diese Tipps bei deinem Baby anwenden.

Generell wirst du aber sehr schnell merken, dass dein Baby – so klein es auch sein mag – durchaus seine Vorlieben und Abneigungen hat. Und da kann deine Überzeugung von Kohlrabi noch so groß sein: Wenn dir dein kleiner Sohnemann oder deine Tochter diesen wiederholt ins Gesicht oder in die Haare spuckt, wirst du zwangsläufig von diesem Lebensmittel Abstand nehmen ;).

Frisch vs. Gläschen

Ich kann unser Lalizou-Kredo immer wiederholen: Entspannte Mama (oder Papa) = entspanntes Kind. Wenn du dich bei der Ernährung zu sehr unter Druck setzt, wird dich das irgendwann einholen. Wann immer es mein Tagesablauf ermöglicht hat, habe ich frisch gekocht. Aber manchmal funktioniert das einfach nicht, ohne, dass es in Stress ausgeartet wäre. Also hatte ich immer einen gut gefüllten Vorrat an hochwertigen Bio-Gläschen im Haus. Meine Tochter hat diese sogar sehr gern kalt gegessen, was den Vorteil hatte, dass es ein super Alltagserleichterer für Tagesausflüge war.

Wie anfangs erwähnt, hat meine Kleine mit ca. 1 Jahr angefangen, Interesse an Lebensmitteln zu bekunden. Ein halbes Jahr später, nach vielen Versuchen und Ausprobieren, was sie mag und was nicht und dem natürlichen “Aufstocken” der festen Nahrung und dem Reduzieren des Stillens, gab es das letzte Abendritual. Das letzte Mal Stillen. Der völlig ungeplante Moment nach 1 ½ Jahren, in dem meine Tochter und ich uns einig waren. Es gab keine äußere Vorgabe, keinen Vorsatz von mir, nach dem Motto: “Am Tag XY stille ich ab.” Nein. Es gab diesen Moment der unausgesprochenen Abstimmung mit meinem Baby, dass es Zeit ist, loszulassen und neue Wege einzuschlagen. Wir wussten beide, es wäre das letzte Mal dieser starken Einigkeit, wie sie nur beim Stillen zwischen Mutter und Kind sein kann. Und es fühlte sich richtig und gut an. Und das ganz ohne Plan.

Vertraue auf dich selbst

Vertraue auf dein Baby, es kommuniziert permanent mit dir, auch wenn es nicht sprechen kann. Vertraue darauf, dass du spüren wirst, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dein Baby in die Welt der festen Nahrung zu entlassen. Und freue dich darauf, denn dass bedeutet auch, dass du deinen Körper mal wieder nur ganz für dich alleine hast. Und das ist auch etwas Schönes.

Eure Virgina von Lalizou

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