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Wie sich dein Leben mit Baby oder Zweitkind verändert

Prolog:

Wenn du diesen Blogbeitrag ließt, bist du entweder gerade in der aktiven Planungsphase um schwanger zu werden. Oder du bist es schon und hast schon stolz dein erstes Ultraschallbild am Kühlschrank aufgehangen. Oder du bist gerade frisch gebackene Mama oder Papa. Oder aber ihr habt das erste Kind schon “aus dem Gröbsten” raus ;) und liebäugelt nun mit dem Zweiten. Ihr habt auf Insta abgestimmt und möchtet meine Meinung zu diesem heutigen Thema hören.

Ich möchte dir so unglaublich gern sagen, dass sich das Leben mit einem Baby kaum verändert und wenn, dann ausschließlich nur zum Positiven. Das gleiche gilt für ein Geschwisterkind. Fakt ist: Dein Leben verändert sich massiv und dich zu etwas Positivem. Aber deine Einstellung zu dem Grad der Veränderung deines, bzw. eures Lebens, ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie glücklich und befriedigend du dein Leben mit Baby oder Kindern gestaltest. Mehr dazu später. Fangen wir mit den Erstgebärenden an :).

Einschneidende Veränderungen oder sanfte Übergangsphase?

Womöglich denkst du dir, dass du die bekannte Wochenbettphase (ich habe bereits vor einiger Zeit darüber geschrieben, schau mal in unserem Archiv nach) dafür nutzen möchtest, dich in aller Ruhe an den neuen Menschen in deinem Leben zu gewöhnen. Dir wurde immerhin von den sozialen Medien, der Werbung und den glücklichen Mamas in deinem Freundeskreis vorgelebt, wie romantisch und wunderschön es ist. Und wie wundervoll Babys riechen. Oh ja, der Geruch von Babys ist tatsächlich einzigartig und unbeschreiblich schön (Ausnahmen, wie ein dicker Stinker in der Windel, bestätigen natürlich die Regel ;) ). Die Natur hat schon so ihre Mittel, die Eltern an ihr Kind zu binden ;).

Und ja, das Leben mit einem Baby ist auch romantisch und wunderschön. Du wärst ja aber nicht hier gelandet, wenn du nicht gerne wissen wollen würdest, was genau zwischen den ganzen wunderschönen und glücklichen Momenten der Innigkeit und Eintracht passiert. Ich lasse dich da gern aus meinem eigenen Erfahrungsschatz und den meiner befreundten Paare teilhaben. Dann kannst du nämlich später nicht sagen: “Warum hat mich da niemand drauf vorbereitet?!”

Welche Art von Mutter bist du?

Zunächst wäre es aber erstmal wichtig zu wissen, wie du dich selbst einschätzen würdest. Ich denke nämlich, dass es – wenn man unbedingt in Schubladen denken möchte – zwei verschiedene Ansätze des Mutterseins (oder auch Vaterseins) gibt und manche sich eher bei dem einen und andere sich eher bei dem anderen Ansatz wiederfinden.

Ansatz Nummer 1 wäre folgender: Du bist oder warst dir eigentlich noch gar nicht darüber im Klaren, ob du überhaupt einen Kinderwunsch hast. Sprich: Ob du überhaupt mal Kinder in die Welt setzten möchtest. Das kann an verschiedenen Punkten festgemacht werden. Du bist zufrieden und glücklich mit deinem Leben. Dein Leben ist zu 100% erfüllt mit Karriere oder zeitfressenden Hobbies oder Leidenschaften oder Freunden. Oder sogar mit allem gleichzeitig. Wenn es dir so geht, dann bist du die “Sorte” Frau, die mein Leben vor der Geburt meiner Tochter beschreibt. Selbst wenn du gewollt hättest, hättest du womöglich gar nicht die Zeit gefunden, über dieses Baby Thema intensiv nachzudenken.

Ansatz Nummer 2: Du bist zufrieden und glüklich mit deinem Leben. Dein Leben ist aber nicht zu 100% erfüllt, denn es schlummert schon lange der Wunsch in dir, ein Baby in die Welt zu setzten. Es kam nur bisher nicht dazu, weil du vielleicht noch nicht den passenden Partner dafür gefunden hast. Oder der richtige Zeitpunkt einfach noch nicht gekommen ist. Für dich ist aber eins ganz klar: Du möchtest unbedingt gern einmal Kinder.

Hast du dich in einer der beiden Beschreibungen wiedergefunden? Oder siehst du zumindest eine Tendenz? Dann behalte das im Hinterkopf, denn das ist entscheidend für alles, was jetzt noch kommt.

Was passiert nun also, wenn das Baby da ist?!

Kurz und knapp kann ich dir sagen: Sofern du nicht gerade von Tag eins der Geburt deines Kindes eine Vollzeit-Nanny angeheuert hast, wird von ALLEM, was vorher deine 100% ausgemacht haben, eine große Schnittmenge wegfallen. Wieviel davon noch übrig bleibt, ist von verschiedenen Kriterien abhängig, auf die ich später noch eingehen werde. Aber eins ist klar: Stelle dich darauf ein, dass die größte Veränderung, die auf dich zukommen wird, die sein wird, die dein Ego durchmachen muss :).

Was das bedeutet? Nun ja, je weniger Platz du vorher für ein Baby oder den Wunsch eines Babys hattest, desto größer wird die Veränderung in deinem Leben für dich sein. Denn von nun an bist du in einem sehr, sehr großen Maße fremdbestimmt. Da ist ein kleines Wesen, das ganz oft Bedürfnisse erfüllt haben möchte und zwar meist gerade dann, wenn du dich gerade eigentlich um deine Bedürfnisse kümmern wollest. Und ich meine damit nicht Luxusbedürfnisse wie ein ausgiebiges Telefonat mit deiner besten Freundin oder deinen Eltern. Oder mal in Ruhe die Nägel zu lackieren. Ich meine damit Grundbedürfnisse, wie z. B. Körperhygiene oder alleine aufs Klo zu gehen. Denn für die “Luxusbedürfnisse” wirst erstmal eine längere Zeit nicht mehr viel Raum haben werden.

Und damit kommen wir auch schon zur zweiten großen Veränderung: Da ist jemand, der bestimmt, wann du schläfst, ob du schläfst und wie du schläfst. Alles, was du meinst, über Schlafmangel gewusst zu haben, kannst du in die Tonne werfen. Dein Baby wird dich darin lehren, dass du am Ende eine Doktorarbeit zum Umgang mit Schlafmangel schreiben kannst. Jede noch so durchzechte Clubnacht oder jedes noch so heftige Festival, die du teilweise über Tage zelebriert hast und die sich am nächsten Tag mit einer Kopfschmerztablette und einem Energiedrink ertragen ließen, kann gegen den Verlust von regelmäßigen Tiefschlaf durch ein Baby einpacken. Und wenn du jetzt denkst: “So schlimm kann das doch gar nicht sein.” Glaub mir: Es ist sogar noch viel schlimmer. Und am besten verabschiedest du dich für die ersten Lebensjahre deines Kindes von der Vokabel “ausschlafen”. Oder du definierst “ausschlafen” für dich neu. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, mich als “ausgeschlafen” zu bezeichnen, wenn ich 5 Stunden am Stück schlafen konnte. Meine Tocher ist jetzt fast 4 und ich kann an einer Hand abzählen, wann ich mal länger als bis 9h schlafen konnte.

Und sonst noch so?!

Was man auch nicht unterschätzen sollte, sind so Dinge wie z. B. der Wegfall der Mittagspausen mit deinen Kollegen*innen. Der schnelle Gang zum Italiener oder das leckere Kantinenbuffett (naja, sofern deine Firma eine gute Kantine hat), werden ersetzt durch frisches und selbstgekochtes Essen zu Hause. Generell fällt dadurch, dass du öfter zu Hause bist, auch mehr im Haushalt an. Am Anfang macht es vielleicht auch noch Spaß für sich selbst bewusst und gesund zu essen und zu kochen, aber nach ein paar Wochen oder Monaten nach der Geburt wird auch das für nicht ambitionierte Köche und Köchinnen an manchen Tagen zu einem lästigen Tagespunkt. Generell wird man mit viel mehr Hausarbeit “konfrontiert”, als es bei dir vorher im Berufsleben wahrscheinlich der Fall war. Du siehst dich jetzt also vermehrt als Hausfrau oder Hausmann wieder. Für den ein oder anderen durchaus gewöhnungsbedürftig.

Dann kommen noch ein paar andere Aspekte dazu. Je nach dem wie viel Elterngeld ihr bekommt, muss man sich finanziell ganz schön einschränken. Klar, man gibt auch im Verhältnis weniger aus, aber meine Erfahrung zeigt, dass man tortzdem gut daran beraten ist, sich VORHER einen Kostenplan aufzustellen, damit man einfach weiß, wie oft man sich in der Woche mit Freundinnen auf einen Kaffee in der Stadt treffen kann, ohne, dass man seinem Partner am Ende des Monats auf der Tasche liegen muss. Es sei denn, ihr habt gemeinsame Konten, dann hat höchstens er oder sie irgendwann die Kreditkartenrechnung auf dem Tisch liegen ;).

Dann hattet ihr ja vor der Geburt ein Liebesleben. Ein hoffentlich sehr schönes und aktives :). Auch das muss sich an die neuen Umstände “gewöhnen”. Ich habe dazu einen seperaten Blogbeitrag geschrieben, auch hier würde ich euch einfach motivieren, in unserem Archiv nachzuschauen, wenn ihr dazu mehr erfahren wollt. Es lohnt sich ;).

Der Körper verändert sich. Durch das Stillen, durch die Hormone. Durch weniger Sport. Setz dich dadurch bitte, bitte nicht unter Druck!!! Auch hier sind die Veränderungen wichtig, damit euer Kind z. B. beim Stillen mit den nötigen Nährstoffen versorgt wird. Oder die Rückbildung euer Gebärmutter gesund verläuft. Gebt eurem Körper und euch Zeit, wieder zur eurer Ausgangsfigur zurückzukommen und nehmt diese Veränderungen als natürlich und normal hin.

Das mit dem eben erwähnten Kaffee Trinken mit Freundinnen ist eine weitere Veränderung die mich gleichzeitig auch zum Zweitthema “Veränderung wenns zweite Baby “schlüpft”” führt. Es gibt diesen Comic, den ich in einem meiner Blogbeiträge schonmal erwähnt habe: Man sieht eine Hausfrau in der Küche mit zerzausten Haaren, ein Baby auf dem Arm, ein Kleinkind am Rocksaum. Sie hat ein Telefon in der Hand und die Sprechblase sagt: “Kann ich dich in 5 Jahren zurückrufen?” Natürlich ist das überzogen dargestellt, aber ein bisschen Wahrheit ist dran. Du wirst dich daran gewöhnen müssen, dass Gespräche oft nur mit Unterbrechungen stattfinden, weil irgendwas eben immer ist. Hunger, Windel voll, es weint und muss beruhigt werden.

Die gute Nachricht: Irgendwann spielt sich alles ein. Irgendwann schälft das Baby länger und ihr findet euren ganz eigenen “Flow”. Irgendwann hat man sich so in seiner neuen Rolle gefunden, dass man viele Dinge entspannter nimmt und die schönen Momente (und die gibt es natürlich auch zu genüge), richtig genießen kann. Und das passiert bei den meisten Müttern so nach einem Jahr. Und das ist meist auch der Zeitpunkt, in dem du und dein Partner vielleicht darüber nachdenkt – jetzt wo alles so schön fließt – ein zweites Kind in die diese Welt zu setzten.

Wenn das zweite Baby “schlüpft”

Ich habe einige Freundinnen, die in Abständen von 1-2 Jahren nach dem ersten, das zweite Baby “nachgelegt” ;) haben. Oder wie in Marie und Mounir's Fall sogar ein Drittes. Und ab jetzt wechsele ich ausschließlich zu Erfahrungsberichten von Dritten, da für mich klar war, dass ich kein zweites Kind wollte. Ich habe von den Eltern mit mehr als einem Kind immer den Spruch gehört: “Ein Kind ist kein Kind.” Soll heißen: Wenn du denkst, dass das “Spiel” mit zwei kleinen Kindern genauso leicht wird, wie mit einem, dann haste dich geschnitten ;).

Das Leben mit Geschwisterkindern wird einfacher, wenn sie größer und älter sind, weil sie sich dann in der Tat miteinander beschäftigen und miteinander spielen. Aber das, was ich mitbekomme und erzählt bekomme, besagt, dass zwei kleine Kinder, davon ein Säugling, eine echte Herausforderung sind und dass ihr bei all den beschriebenen Veränderungen zumindest Anfangs nochmal eine Schippe drauflegen könnt. Denn ein Kind will immer was. Ruhephasen sind eher selten. Da brauch mal als Eltern schon ein dickes Fell, eine riesige Portion Gelassenheit und inneren Frieden. Außerdem ist es einfacher, ein Kind mal bei Oma und Opa oder bei Freunden unterzubringen. Bei Zweien wird es auch für die “Nanny” zu einer wachsenden Verantwortung, der sich manche nicht stellen möchten. Ihr seid also gut beraten, nicht nur euch selbst und euren eigenen Wunsch nach einem zweiten Kind zu sehen, sondern dabei auch im Hinterkopf zu behalten, wie gut euer soziales Netz aufgestellt ist. Also wie gut ihr von eurem Umfeld darin unterstützt werden würdet. Und natürllich auch, ob eure finanzielle Situation das hergibt, ohne, dass ihr euch noch mehr einschränken müsstet und das zur Belastungsprobe werden könnte.

Das Fazit:

Der Spruch, dass ein Kind dein Leben und auch deine Partnerschaft komplett auf den Kopf stellt, ist zu 100% wahr. Auch wahr ist, dass die meisten Paare von sich behaupten, dass sie das aber besser hinkriegen als alle anderen und dass der Spruch auf sie so nicht zutrifft. Die nächste Wahrheit ist die, dass sie sich nach der Geburt eingestehen müssen, dass der Spruch doch stimmt ;).

Man kann sich nicht darauf vorbereiten, Eltern zu sein. Man wächst tatsächlich in diese Rolle rein. Aber was man defintiv machen kann, ist, sich vor der Planung eines Kindes realisitsch zu überlegen, wie sehr man bereit ist, in den ersten Lebensjahren eines Kindes sein eigenes Ego und seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Fällt dir die Vorstellung schwer, auf deinen Beruf, deine Sporturlaube, dein Hobby, deine Clubabende zu verzichten, dann solltest du dir darüber im klaren sein, dass dir die Umstellung, eine Mutter oder ein Vater zu sein, schwerer fallen wird, als jemanden, der leicht darauf verzichten kann.

Eine gute Mutter oder ein guter Vater zu sein...
DAS SCHAFFST DU AUF JEDEN FALL!!! Jeder schafft das. Und man bekommt wahnsinnig viel von seinen Kindern zurück. Auch dieser Spruch ist nämlich wahr :). Der Weg dahin, sich mit seinem neuen Leben anzufreunden, der ist bei manchen eben steiniger oder schwieriger als bei anderen. Deswegen ist es auch so unglaublich wichtig, sich klar zu machen, welcher Typ Mensch du bist, ob du einen Partner an deiner Seite hast, der all diese Veränderungen mit dir gehen will und dich unterstützen wird. Denn eins ist klar: Ein Kind rettet keine Beziehung. Es stellt sie eher vor eine Herausforderung. Daher sollte euer Fundament ein sehr festes und liebevolles sein. Denn nur mit gegenseitigem Respekt und Liebe, schafft man es, wochenlanges Schlafdefizit auszuhalten. Sollte dein Partner oder deine Partnerin nicht überzeugt sein, dass ein Kind für sie oder ihn das Richtige im Leben ist, dann solltest du deinen Wunsch noch etwas zurückstellen, bis ihr beide den richtigen Zeitpunkt für euch gefunden habt. Nicht nur dir selbst zuliebe, sondern besonders auch eurem zukünftigen Baby.

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