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Outdoor-Stillen: Ist es das Grundrecht deines Säuglings oder falsche Scham?

Stillen in der Öffentlichkeit, angebracht?

Was denkst du, wenn du eine stillende Mutter in deinem Lieblingscafé siehst? Denkst du vielleicht: "Cool, wäre ich doch selbst auch mal so mutig (gewesen)?! Oder denkst du: "Oh nein, hätte ich das jetzt mal nicht gesehen, der Appetit ist mir jetzt echt vergangen!" Ja, das sind zwei sehr konträre Ansätze, aber beim Stillen in der Öffentlichkeit scheiden sich nun mal auch oft die Geister.

Als stillende Mutter bist du bestimmt mit diesen Meinungen konfrontiert und bist vielleicht verunsichert, was denn nun richtig und falsch ist. Wie bei all unseren Themen, möchten wir auch diesen Punkt möglichst kontrovers gestalten und beide Seiten beleuchten. Unsere Absicht ist es nicht, dich von unserer Meinung zu überzeugen, sondern dir zu helfen, deine eigene, sich für dich gut anfühlende Richtung zu diesem Thema zu finden.

Also, gibt es eine goldene Mitte zu den Extremen:

Freizügigkeit ohne Grenzen beim Stillen in der Öffentlichkeit oder dem Ansatz nur zu Hause oder hinter verschlossenen Türen zu stillen?

Ja. Unserer Meinung nach gibt es den. Wir möchten heute keine Grundsatzdiskussion zum allgemeinen Thema: "Stillen ja oder nein?!" mit dir besprechen. Für heute würden wir dir gern unseren Ansatz zum Stillen in der Öffentlichkeit mitteilen, da wir feststellen, dass anscheinend noch viele Mütter ein gewisses Schamgefühl empfinden, außerhalb der eigenen vier Wände ihr Baby zu stillen.
Spätestens seit unser zweites Kind, unser Sohn Lasse, auf der Welt ist, haben wir kaum noch die Wahl, ob Marie "draußen" stillt oder nicht.

Wir hören jetzt immer häufiger den Spruch:

"Ein Kind ist kein Kind." und zu gewissen Teilen können wir das auch unterschreiben.
Den Anspruch daran, den Standard an Sauberkeit, Pünktlichkeit, Struktur und Stil, mit einem zweiten Kind erhalten zu können, kann man bei der Geburt des zweiten Kindes getrost für die nächsten 10-15 Jahre ad acta legen.
Und das gilt auch fürs Stillen. Wenn wir jetzt noch darüber nachdenken würden, wann die beste Zeit zum Stillen für Lasse ist, würden wir uns damit nur selbst in unseren Plänen beschneiden. Es soll nicht heißen, dass Marie zu der Sorte von Müttern gehört, die stolz ihre Stillbrüste mitten in der Fressmeile der Einkaufspassage zur Schau stellt, frei nach dem Motto: "Seht nur alle her, ich bin stillende Mutter und stolz darauf." :)
Nein, mit diesem doch eher freizügigen Ansatz könnten wir uns definitiv nicht anfreunden.

Stillen in der Öffentlichkeit erfordert Rücksichtnahme!

Wir leben mittlerweile in einer sehr multikulturellen Gesellschaft, in der man unserer Meinung nach auch ruhig ein Stück weit Rücksicht nehmen kann. Rücksicht auf Menschen, deren Moral das öffentliche Darstellen von nackter Weiblichkeit nicht unterstützt. Ich breche mir als freidenkende, weltoffene und liberale Mutter doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich mir beim Stillen einfach ein Tuch meine entblößte Brust werfe. Im Gegenteil, dadurch zeige ich Empathie. Den anderen Menschen gegenüber und mir selbst. Und genauso agiert Marie in der Öffentlichkeit: Sie stillt dann, wenn es notwendig ist, egal wo wir gerade sind. Im Park, im Restaurant und im Wartezimmer vom Arzt. ABER wir tun es mit der nötigen Rücksichtnahme auf andere Menschen.

Waren wir von Anfang an so "cool"?!

Es wird dich vielleicht beruhigen, wenn wir dir sagen, dass wir bei so einigen Dingen - nicht nur das Stillen betreffend - am Anfang echte "Spießer" waren. Auch bei uns gab es mal Zeiten, in denen wir noch mit einer perfekt ausgestatteten "Wickeltasche" unterwegs waren. Von deren Inhalt hätte man eine 4köpfige Familie ernähren und ärztlich notversorgen können, wenn es drauf angekommen wäre ;). Wickeln auf der Motorhaube vom Auto? Stillen mitten im Wald? Ein Breiglässchen füttern ohne es vorher zu erwärmen? Undenkbar! Also in den ersten drei Lebensmonaten unserer Tochter Liva. Danach hat uns die Realität eingeholt und damit der Pragmatismus :). "Willst du irgendwie "überleben", gestalte es so einfach wie möglich, ohne Schnick-Schnack." Das wurde unser Motto. Inzwischen gehen wir manchmal nur mit einem Jutebeutel los, in dem maximal eine Windel "rumfliegt" und der Rest sind Wechselklamotten. Denn eins haben wir mittlerweile gelernt: Eine Windel kann man sich fast immer bei einer anderen netten Mama leihen, aber bei Klamotten wird es da schon schwieriger ;).

Das Grundrecht deines Neugeborenen!?

Aber jetzt mal weg von den ganzen Themen wie Fremdwahrnehmung und Eigenwahrnehmung und hin zu einem wirklich wichtigen, essentiellen Punkt. Folgender Satz einer Hebamme, den wir mal in einem Interview mit ihr gehört haben, hat sich bei uns eingebrannt. Er hat uns auch jegliche Angst oder besser gesagt Berührungsängste mit dem Thema 'Stillen in der Öffentlichkeit' genommen. "Dem Bedürfnis seines Säuglings nachzukommen, seinen Hunger zu stillen, wann immer ihm danach verlangt, ist das erste Grundrecht eines Neugeborenen."

Abschließend möchten wir dir also folgendes mit auf den Weg geben:

Sieh es als ein Grundrecht deines Säuglings an, dass du stillst, wann immer dein Baby Hunger hat. Du musst deinen Tag sowieso schon genug nach den Bedürfnissen deines Kindes anpassen. Mache dir nicht noch zusätzlichen Stress, indem du dir überlegst, wann und wie du das Stillen einbauen kannst. Pack einfach immer ein großes Tuch ein und wirf es dir einfach über, wenn du "outdoor" stillst ;). Das verhindert "komische" Blicke und mit gegenseitiger Rücksichtnahme ist das Leben doch für alle angenehmer. Hast du einmal deine Hemmungen überwunden, selbstsicher in der Öffentlichkeit zu stillen, wirst du immer gelassener mit dem Thema umgehen. Dadurch hast du viel mehr Flexibilität beim Planen deines Tagesablaufs. Diese Gelassenheit ist gut für dich, für dein Baby und letztendlich auch für dein Selbstbewusstsein.

Euer Lalizou Familien Blog ❤

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