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Feiern gehen als Mama – wie sieht das aus?

Egal wie sehr dich dein Mann oder Partner*in auch unterstützt: Die ersten Monate mit Neugeborenen geben nicht viel Freiheiten her. Besonders nicht, wenn du voll stillst. Wenn es dir geht wie mir, dann wirst du vielleicht auch Probleme haben, dass das mit dem Abpumpen zwar wunderbar klappt, aber dein Baby das Trinken aus der Flasche schlicht weg komplett verweigert. Das schränkt die Flexibilität als Mama nochmal mehr ein. In den ersten Wochen nach der Geburt ist man – besonders beim ersten Kind – erstmal vollends damit beschäftigt im Leben mit dem neuen Familienmitglied anzukommen. Sich darauf einzustellen und zu realisieren, dass man ab jetzt eine sehr lange Zeit nicht mehr allein sein wird, sondern hauptsächlich “fremdbestimmt”. Natürlich ist es auch wunderschön, herzerwärmend, erfüllend und einzigartig. Das Gefühl Mutter zu sein.
Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Manche würden vielleicht sagen, dass sie die Geburt zu einem komplett anderen Menschen gemacht hat. Manche würden vielleicht sagen, dass es sie zu einem besseren Menschen gemacht hat. Manche würden sagen, sie sind noch ganz die Alten, nur eben ab jetzt nur noch mit Tragegurt, Kinderwagen und immer einer Stillbrust an der Luft ;). 

Gehst du mal wieder mit mir feiern? So richtig wie früher?

Aber irgendwann, irgendwann nach diesen ersten Monaten oder sogar Jahren, wirst du dich mit der Frage deiner besten Freundin konfrontiert sehen: “Gehst du mal wieder mit mir feiern? So richtig wie früher?” Ich war noch nie die größte Partymaschine, die rumläuft. Freundinnen von mir haben in ihren Höchzeiten mit anfang/mitte 20 mittwochs abends mit dem Feiern angefangen und sonntags morgens aufgehört. Nicht selten hat sie morgens ein Energiedrink zu den Vorlesungen oder zum Job begleitet. Um den Tag halbwegs zu überstehen. Das kam bei mir auch schonmal vor, aber so exzessiv habe ich das Party machen nie betrieben. Dazu war mir mein Schlaf dann zu heilig. Und außerdem wollte ich meinen Hund auch nicht so oft alleine lassen. Und wenn man in einer festen Partnerschaft ist, dann verbringt man ja doch auch gern die Zeit mit seinem Freund. 

Trotzdem bin ich ein gesellschaftsliebender Mensch. Ich bin gern unter Leuten, ich tanze gern zu guten Beats, trinke gern auch mal einen über den Durst, wenn es die Stimmung hergibt, und bin ein Mensch, der andere gern unterhält. Daher vielleicht auch mein Hobby, Theater zu spielen. Kurzum: Ich bin alles andere als ein Stubenhocker und genieße es unter Menschen zu sein. Ich muss aber zugeben, dass das mit einem kleinen Baby alles nicht mehr so ist, wie vorher. Und dann kommt sie, deine Freundin. Und fragt dich die eben erwähnte Frage.

Die gleiche Frau im gleichen Club – nur eine Geburt später. Wie sieht sowas aus?

Dein Kind ist abgestillt. Dein Partner hat schon einige Male bewiesen, dass er sehr gut ein paar Stunden allein mit eurem Kind allein sein kann und die beiden prima zurechtkommen. Du bist mit dir und deinem Körper auch wieder “allein” und zufrieden. Warum also eigentlich nicht mal wieder mit deinen Mädels um die Häuser ziehen und ein bisschen gewohnte “Clubluft” schnuppern?
Ich möchte zunächst sagen, dass ich hier mein subjektives Empfinden beschreiben werde. Wenn du unter 30 bist und somit noch zu den jungen Müttern zählst, dann wird es für dich vielleicht ganz anders sein. Vielleicht hast du auch ein Au-pair, welches dir generell viele Arbeiten am Tag abnimmt und du bist generell weniger gestresst oder “vollgepackt” wie ich. Aber ich werde euch jetzt berichten, wie ich mich das erste Mal weggehen nach der Geburt gefühlt habe.

Erst der “Schwips”, dann die Ernüchterung

Zu Beginn war ich total aufgeregt. Ich war ausgiebig duschen. Und da fängt es schon an: Es hat viel länger gedauert als sonst, weil ich mich gefühlt habe wie ein Bär. Nicht, dass ich meine Körperhygiene als Mutter plötzlich vernachlässigt habe. Aber Termine zum Waxing oder Rasieren zählen zu den Dingen, bei denen man im Alltag schonmal Abstriche machen muss. Um sich sexy zu fühlen – zumindest ich – gehört für mich einfach eine glatte und gepflegte Haut dazu. Das Schminken hat mir die letzten Monate, von denen ich nicht EINE Nacht durchgeschlafen, geschweige denn ausgeschlafen habe, im wahrsten Sinne den Spiegel vor die Nase gehalten. Man muss sich einfach eingestehen, dass man ein wenig abgekämpft und müde aussieht. Nichts, was man nicht gekonnt mit ein wenig Makeup “überpudern” könnte, aber auch nichts, was spurlos an einem vorbeigeht. Mit dem Resultat “Virginia im Ausgeh-Outfit” war ich erfreulich zufrieden. Ich fand mich “hot” ;). Doch dann kam die Sache mit dem Alkohol.

Das erste Glas Gin Tonic

Nach dem ersten Glas Gin Tonic habe ich gemerkt, dass ich aus der Übung war. Nach dem Stillen habe ich zwar schon hin und wieder mal ein Glas Wein zu einem guten Essen oder einen Sekt getrunken. Aber die richtig guten Longdrinks, die trinke ich dann doch nur sehr selten. An diesem Abend war es aber soweit. Und ich habe ganz schnell gemerkt, dass ich so gut wie gar nichts mehr vertrage. Also bin ich gewechselt zu Wasser. In einem Glas mit Eiswürfeln und einem Strohhalm drin. Weil meine Freundin meinte, dass das wenigstens so aussieht, als trinke ich nen coolen Drink. ;). Nicht, dass ich das nötig gehabt hätte oder jemand mein Trinkverhalten dokumentiert hätte. Aber was tut man nicht alles für “Coolness”, wenn man schonmal nach knapp 2 Jahren in einer guten Cocktailbar auf Highheels unterwegs ist. Bevor man in den angesagten Club der Stadt stolziert.
Die Sache mit angesagten Clubs ist die. Da ist – in Mamasprache geschrieben – erst zu der Uhrzeit was los, in dem meine Tochter in der Regel das zweite Mal in der Nacht wach wird, weil sie entweder die Windeln voll hat oder noch etwas trinken möchte. Sofort danach wieder einschläft, ich mich aber erstmal eine halbe Stunde rumwälze, bevor ich wieder in den Schlaf finde. Das ist so etwa gegen 1h nachts. Da schlafe ich schon seit.... ähm... ja,.... tatsächlich seit ca. 3-4 Stunden. Was das für den Abend mit meinen Freundinnen bedeutet hat?

Um 20h haben wir uns getroffen. Um 20:45 unterdrückte ich mein erstes Gähnen

Und entgegen all meines inneren Kampfes, war ich um 23h so müde, dass ich wirklich dachte, ich würde unmittelbar im “Freeze” erstarren und einschlafen, wenn mir jemand sagt: “Du darfst jetzt schlafen.” Ich liebe meine Freundinnen. Und ich habe mich wirklich sehr auf den Abend gefreut. Aber die Vorstellung, dass mein süßes Töchterchen mich am nächsten Morgen um 7h aus dem Bett wirft, hat noch mehr dazu beigetragen, dass ich unruhig wurde. Ich sah mich um und sah all die hübschen und speziellen Menschen und Charakterköpfe um mich rum. Teilweise ganz klar auf Partnerssuche (für eine Nacht), teilweise einfach nur um Spaß und Lebensfreude zu versprühen. Aber klar war auch, dass bestimmt 95% von ihnen am nächsten Tag nicht um 7h aus dem Bett geschmissen werden und den Tag 100% geben müssen.

Da fielen mir die Worte meines Kollegen ein, der dreifacher Papa ist. Auf meine Frage, wie er das macht mit drei Kleinkindern, meinte er: “Virginia, ganz ehrlich? Ich habe für mich einfach akzeptiert, dass mein Leben noch mindestens die 10 Jahre ein komplett anderes sein wird, als vorher. Und wenn man einmal seinen Frieden damit geschlossen hat, geht es einem auch gut damit.” Ich habe nach diesem Abend für mich persönlich begriffen, dass ich bestimmt trotzdem hin und wieder meine Highheels auspacken werde und es bestimmt auch den ein oder anderen Abend in meinem Leben geben wird, an dem ich mit meinen Freundinnen schwankend um 4h morgens den Club verlasse. Aber ich habe auch verstanden, dass diese Abende selten sein werden. Nicht, weil es so MUSS, sondern weil ich es gar nicht anders WILL.
Zu Hause wird immer mein Mädchen auf mich warten. Und mein Hund. Und die beiden brauchen mich, mehr als alles andere auf der Welt. Sie brauchen eine Mama, die fit ist und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Und auch, wenn das Leben als Mutter bedeutet, dass man die ein oder andere Feder lassen muss, so gab es bisher nichts im Leben, auf das ich stolzer gewesen war, als diese zwei Lebewesen, die in meinem kleinem Kosmos das Größte für mich bedeuten. Und dafür überlasse ich die Tanzfläche sehr gern den Singlefrauen und ungebundenen Männern der Welt. “The Floor is yours”. Zumindest so lange, bis mich dann doch mal wieder die Feierlaune packt und ich wieder rein muss, in meine Highheels ;).

In diesem Sinne von Mama zu Mama,
Eure Virginia von Lalizou

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